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Partizipation

Wann ist Partizipation wichtig, was kann sie und wie gelingen substantielle Ergebnisse?

Wir kennen Beteiligung von den Abstimmungen her: Die Mehrheit gewinnt und es gibt in der Regel eine Verlierergruppe. Diese Form der Beteiligung stösst an ihre Grenzen, denn die Betroffenen werden nicht in die Lösungsentwicklung einbezogen und sie können nur zwischen zwei Optionen wählen. Für komplexe Themen braucht es eine Beteiligung, die einen Schritt weiter geht, sonst sehen wir wiederholt Vorlagen nach jahrelanger Vorbereitung scheitern oder die Veränderungen werden von der Bevölkerung nicht mitgetragen.

Zudem zeigt sich, dass viele Bürger/-innen der Kampf-Debatten in den Medien müde sind. Es ist schwierig die Einschaltquoten hoch zu halten. Das Interesse sinkt tendenziell. Es wird deutlich, dass es nur darum geht, die vorbereiteten Argumente vorzubringen statt einen dynamischen Prozess zu starten, bei dem eine gemeinsame Lösungsentwicklung möglich wird. Dies ist aus offentsichtlichen Gründen nicht möglich. Parteiangehörige haben Loyalitätspflicht und müssen der Parteilinie treu bleiben.

Obwohl der Ruf nach Partizipation und einer konstruktiveren Entscheidungsfindung lauter wird, ist man noch sehr zaghaft. Was, wenn es nichts bringt? Dann stehen wir doch dumm da. Wird es nicht viel zu kompliziert, wenn viele Menschen und unterschiedliche Perspektiven einbezogen werden? Und können Menschen mit unterschiedlichem Bildungsgrad und Hintergrund überhaupt konstruktiv miteinander arbeiten? So die Befürchtungen.

Meine Erfahrung ist, dass Bürger/-innen nicht in die Politik wollen, aber mit grossem Engagement bei konstruktiven Beteiligungsprozessen beitragen wollen und können - auch mit Menschen, die auf der anderen Seite des Meinungsspektrums stehen.

Beteiligung gelingt:
  • Wenn wirkliche Offenheit für die Ergebnisse vorhanden ist und diese nicht schon entschieden wurden - Scheinbeteiligung fliegt schnell auf und das Vertrauen schwindet.
  • Wenn die Entscheidungsträger/-innen eine relevante Problemstellung haben, für die sie gerne eine klare Richtungsorientierung durch die Betroffenen oder die Bevölkerung erhalten möchten. Oft betrifft dies Dilemma-Themen wie Flüchtlingspolitik, Rentenreform, Gleichstellung, Nachhaltigkeit, … bei denen es keine einfache Antwort gibt und die für die politische Karriere riskant sein können.
  • Wenn Rollenklarheit herrscht: Entscheidungsträger/-innen kennen die Interessen, die Rahmenbedingungen und die Entscheidungsabläufe, Experten haben das Know-How, auf das nach Bedarf zurückgegriffen werden kann und die Betroffenen bzw. die Bevölkerung haben das Know-Why - sie weiss um ihre Werte, Bedürfnisse, Interessen, Visionen, …
  • Wenn die Vielfalt von Beteiligten und Perspektiven als Wert angesehen und unterstützt wird
  • Wenn Einwände und Widerstände möglich sind und konstruktiv in den Prozess fliessen
  • Wenn der Prozess überschaubar und transparent für alle bleibt

Das sind die Themen und Fragen, die unsere Arbeit und Projekte täglich begleiten.

Ein Video zum Thema mit Juanita Brown: The Challenge of Our Time hier
 
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