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Impuls-Workshop

KULTURGESCHICHTE <> STRUKTUREN <> BIOGRAFIE > NEUGESTALTUNG?



Wenn ich einen Impuls-Workshop von 90 Min. beginne, stoppe ich kurz und sage: "Viele von Ihnen sind hier, weil Sie denken, Sie erhalten Tipps, wie Sie Ihre Kommunikation verbessern können." Dann fahre ich fort: "Eigentlich geht es nicht um Sie. Es geht um die Veränderung der Kommunikationskultur unserer Gesellschaft ..." Jede Gesellschaft hat seine Geschichte und diese prägt auch das Kommunikationsverhalten, was wir wahrnehmen, wie wir darüber denken, was wir sagen und wie wir es sagen.

Wir leben mit dem Vermächtnis autoritärer Strukturen, ob religiös oder politisch. Das Wort Hierarchie bedeutet im Griechischen: Heilige Führung oder auch Priesteramt. Demzufolge sind die höher in der Hierarchie angesiedelten auch diejenigen, die Gott näher sind. Sie haben die Pflicht, die Menschen zu führen, ihnen zu sagen, was richtig und falsch ist, und zu sagen, wer gut und böse ist. Demnach braucht es eine moralische Sprachkultur, die genau dieser Logik entspricht.

Obwohl die Zeiten autoritärer Regimes oder Kirchenstaaten in unseren Breitengraden vorüber sind, ist uns die Kommunikationsweise hängen geblieben. Schnell geben und erhalten wir Urteile. Ein solches Urteil fühlt sich wie eine Art Schublade an, in der sich wenige von uns wohlfühlen. Die meisten Menschen haben eine „Schubladenallergie*. Denken Sie nur an den Vorwurf: „Du bist stur!“ oder „Du denkst nur an dich!“ Selten habe ich jemand gehört, der antwortet: „Danke dir sehr für dieses wertvolle Feedback, das hilft mir und unserer Beziehung sehr!“ Und meistens sind wir nicht grundsätzlich stur, sondern nur in bestimmten Situationen. Das heisst, das Urteil - was sich gleichzeitig wie ein Befehl anfühlt - ist nicht korrekt und dies löst daher meist einen natürlichen Widerstand aus oder gar eine Resignation.

O.J. Harvey von der Universität Colorado macht gar deutlich, dass ein Zusammenhang zwischen häufigem Gebrauch von moralisch wertenden Worten und gewalttätigen Vorfällen bestehe. In diesem Impulsworkshop erfahren Sie in kurzweiliger praxisorientierter Weise, wie unsere Kultur kommuniziert und was wir dazu beitragen können, um bewusst eine konstruktive und auch achtsame Kommunikaiton zu gestalten.

Wie anfangs erwähnt haben die autoritären Strukturen sehr viel damit zu tun, wie wir denken und kommunizieren. Wenn wir uns nun fragen, welche Strukturen eine Kommunikation auf Augenhöhe sowie einen offenen Austausch von Informationen eher fördern würden, dann können wir im Alltag Abläufe gestalten, welche die Gesprächskultur sowie die Entscheidungsverfahren und das Lösungsverhalten verändern.

Und ja, es gibt schliesslich doch noch die persönliche Ebene. Genauso wie die Geschichte einer Kultur Ihre Kommunikation prägt, so prägt unsere persönliche Geschichte unsere Kommunikationsmöglichkeiten. Was macht es manchen Menschen leichter, mit Stress umzugehen oder sich klar für ihre eigene Anliegen einzusetzen oder sich mit Leichtigkeit zur Wehr zu setzen? Dies hat selten mit der Persönlichkeit zu tun, sondern mit der Art, was die betreffende Person in den ersten Lebensjahren erlebt hat.

Die Kulturgeschichte, die Strukturen und persönliche Geschichte und wie wir trotz dieser Einflussfaktoren, bewusst die Kommunikation und das Miteinander gestalten können, das ist das Ziel und der Inhalt des Impulsworkshops!

Themenübersicht
  • Wie unsere Kulturgeschichte die Wahrnehmung, das Denken und die Kommunikation prägen
  • Strukturen prägen die Gruppendynamik und das Verhalten der Menschen darin
  • Schwangerschaft, Geburt und die ersten 4 Jahre und ihr Einfluss auf unser Leben und Beziehungsgestaltung
  • Die Kultur der Kommunikation und der Zusammenarbeit bewusst gestalten

Dauer:
1 bis 1,5 Std.

Kosten:
auf Anfrage



 
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